
LASEK und EPILASIK
Bei der Ende des 20. Jahrhunderts entwickelten LASEK-Methode(Laser Epithelial Keratomileusis) wird das Hornhautepithel im Gegensatz zur LASIK (Laser In Situ Keratomileusis) nicht mit einem Saugring angesaugt, sondern mit Alkohol abgelöst. Auch das Hornhautstroma wird dabei nicht eingeschnitten, sondern nur das Epithel von der so genannten "Bowman-Membran" überhalb des Stromas abgetrennt und zurückgeklappt. Danach erfolgt die Laserung der Hornhaut wie bei der PRK mit dem Excimer-Laser. Abschließend wird das zurückgeklappte Hornhautepithel wieder aufgelegt, so dass es automatisch anheilen kann.
Die Heilungsphase nach einer LASEK verläuft ähnlich wie nach einer LASIK eher komplikations- und schmerzarm, jedoch meist schneller. Die Heilungsdauer beträgt etwa vier bis sechs Wochen, wobei die Sehqualität zum Teil schwankend sein kann. Zur besseren Wundheilung muss der Patient nach dem Eingriff eine therapeutische Kontaktlinse im behandelten Auge tragen, bis das Hornhautepithel regeneriert ist (ca. drei bis vier Tage).
In klinischen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass das Kontrastsehvermögen und die Stabilität der Sehqualität nach LASEK-Behandlungen insgesamt sehr gut und gegenüber Methoden wie der PRK (Photorefraktive Keratektomie) oder der LASIK etwas besser ist. Im Gegensatz zur PRK ist die LASEK-Methode etwas schmerzärmer für den Patienten und führt zu gleicher bis leicht besserer Sehqualität bei der Behandlung von Kurz- und Weitsichtigkeit. Im Gegensatz zur LASIK zeigen sich bei der Refraktionsbehandlung mit der LASEK vergleichbare oder leicht bessere Ergebnisse; die LASIK-Methode wird jedoch von den meisten Patienten bevorzugt, weil nach der Operation kaum Schmerzen auftreten.
Im einzigen Unterschied zur LASEK-Methode wird bei der EPILASIK(Epitheliale in situ Keratomileusis) das Hornhautepithel nicht mit Alkohol abgelöst, sondern mit einem stumpfen Mikrohobel (so genanntes "Mikrokeratom"). Insgesamt können mit der EPILASIK gute Ergebnisse erzielt werden; eventuelle Nachkorrekturen können mit Hilfe der LASEK-Methode durchgeführt werden. Der Vorteil gegenüber der LASEK-Methode besteht vor allem darin, dass das Hornhautepithel und das umliegende Gewebe nicht durch Alkohol beschädigt werden kann. Wie bei der LASEK-Methode sind die häufigsten Risiken nach dem Eingriff eine Infektion des Wundgebiets, Narbenbildung an der Hornhaut ("Haze") und eine Rückbildung der Hornhaut nach der Operation. Schnittfehler (z. B. unbeabsichtigtes Einschneiden des Hornhautstromas) sind dagegen eher selten.
Mit der LASEK und der EPILASIK können maximal Myopien bis zu -8, Hyperopien bis zu +4 Dioptrien und Astigmatismen bis zu 5 Dioptrien behandelt werden. Die Erfolgsquote der EPILASIK ist bei Myopie bis zu -6 Dioptrien, bei Hyperopie bis zu +1 Dioptrien und Astigmatismen bis zu 4 Dioptrien am höchsten.